Verzweiflung über Lottogewinn – Armer Dichter will das Geld nicht

Ein armer Dichter aus dem südlichen Westen,
unter Dichtern gehört er zu den üblichen Besten,
gewann am Mittwoch eine Million im Lotto.
Sodann überkam ihn große Not.

Er glaubte fest: Die Armut macht mich kreativ.
Mit soviel Geld geht das wohl schief.
Das ist des Dichters Seele Tod!

Gleich wie ein Tier, so kroch sie ihm
den Rücken hoch, saß bald in seinem Nacken.
Die schiere Angst vor Schreibpapier, sie schien ihn schon zu packen.

Ein,  zwei –  nein besser drei Tafeln Schokolade,  werden sie nicht ganz verhindern,
nicht aufhalten die Schreibblockade, vielleicht ganz leicht vermindern.

Es reicht für die Hände
für einen Hilfeschrei, gekritzelt oder schnell getippt….
Doch an wen?  Und wie und wohin hin jetzt damit,
und wer liest am Ende die getipselte Kritzelei?

Vielleicht als virtuelle Flaschenpost
im Datenstrom gesendet,
liest aus des Facebooks Massenhost,
jemand, der das verwendet,
dass unser Dichter Hilfe sucht,
bevor er denn verendet.

So sitzt er da und hofft und hofft, dass sich nun jemand fände,
der sich des Dichters Geld erbarmt und es für ihn veschwände.

Was tätet Ihr? Wie gäbt ihr aus,
die eine Million Scheine?
Malt hier mal das in allen Farben aus,
ihr wisst schon , wie ich’s meine!
 

© Reimund Vers

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Veröffentlicht von

Reimund Vers

Dichter, Denker und Geschichtenverschenker

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