Vergessen

Und jetzt warte ich wie blöd.
Und jetzt hoffe ich wie blöd,
dass der Rest in meinem Kopf,
dass der Schmerz in meinem Herz,
dass das Gefühl in meinem Bauch,

vergeht.

Bitte frag‘ Dich nicht, was uns bleibt
Bitte frag‘ mich nicht, was uns bleibt

In meinem Kopf da bleibt, was nicht verblassen wird.
In meinem Herz da bleibt, was immer weh tun wird.
Und in meinem Bauch, da auch

Bitte frag‘ Dich nicht, was uns bleibt
Bitte frag‘ mich nicht, was uns bleibt

In Deinem Kopf da bleibt, was nicht verblassen wird.
In Deinem Herz da bleibt, was immer weh tun wird.
Und in Deinem Bauch, da auch

In meinem Kopf da bleibt, was schön und wichtig ist
In meinem Herz da bleibt, was Bedeutung hat und Liebe
Ganz ohne Notizen, Speicher und Archive

Doch der vergessene Rest ist ein kleiner Vorschuss nur
auf das totale Vergessen, das mich bald erwartet

Ich werde alles das vergessen:
Alles, was blieb,
alles, was schön und wichtig war,
alles, was Bedeutung hatte
alles über mich selbst

Das ist auch gut so.
Das ist auch gut so.
Das ist auch gut so.

Wie sagt man? Das letzte Hemd hat keine Taschen.
Die letzen Gedanken vielleicht auch nicht
Wenn ich alles vergesse,
wirklich alles vergesse,

ist es am Ende vielleicht
viel leichter
zu gehen.

Am Ende bleibt
Am Ende bleibt
Am Ende bleibt
nichts.

© Reimund Vers

Veröffentlicht von

Reimund Vers

Dichter, Denker und Geschichtenverschenker

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