Wer 2016 sonst noch so starb…

Am Ende dieses Jahres wurde – nicht zuletzt in den sozialen Medien – den kürzlich verstorbenen Zeitgenossen gedacht. Auch ich empfinde es so, dass  in den letzten zwölf Monaten unfassbare viele bedeutende Menschen starben.

In ihren Facebookchroniken posteten die meisten Nachrichten vom Tode Prominenter wie Muhammed Ali, Bud Spencer, David Bowie, George Micheal, Leonard Cohen, Prince, Götz George, Roger Willemsen, Peter Lustig und, und, und…  Und ich erfuhr von jedem dieser Verstorbenen viele viele Male, weil es wirklich jeder als Neuigkeit in seiner Chronik teilte, um seinen Freunden mitzuteilen, wie sehr es ihn berührte. Oder vielleicht auch nur damit es alle erfuhren, die sonst keine Nachrichten bekamen. Aber nie postete irgendwer, dass jemand verstorben sei, der ihm wirklich nahe stand.

Warum?

Teilt sich die Trauer um die „Helden“ der Kindheit und Jugendzeit leichter mit anderen, als die über verstorbene Väter und Mütter, Brüder und Schwestern?

Ich mache mal den mutmaßlichen Anfang:

Im Februar starb meine Mutter, im Mai 2016 mein Vater. Wenngleich sie schon lange kein Paar mehr waren, so blieben sie Eltern von zwei Söhnen und einer Tochter. Der Tod der Tochter und Schwester, 33 Jahre zuvor, riss eine Lücke ins Leben, die sie nie überwanden. Ich traure um alle drei und um die wenigen wertvollen Momente, in denen wir alle mal eine Familie waren.

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Veröffentlicht von

Reimund Vers

Dichter, Denker und Geschichtenverschenker

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