Beziehungsweise

Du wolltest mich,
ja, ja, das wolltest Du!

Beziehungsweise,

ich wollte Dich,
ja, ja das wollte ich, Du!

Beziehungsweise,

dein wundervolles Ich
wollte mein wundervolles Ich.

Beziehungsweise,

mein wundervolles Ich
wollte dein wundervolles Ich.

Ei, dann trafen sich
zwei ganz andere ich!
Ein ich,
das sich für Dich hält,
und eins,
das sich für mich hält.

Sie stritten sich, die anderen Ich,
beziehungsweise Egos.
Sie stritten sich ganz fürchterlich,
bewarfen sich mit Legos.
Darüber, was ja gar nicht geht.
Wie´s offensichtlich besser wär.
Wer augenblicklich nichts versteht,
Wer wann in wessen Suppe spuckt.
Wer dümmer wär,
wer schlauer guckt.
Wo wäre man,
wo käm´ man hin,
wenn keiner mehr zur Suppe ging?
Was wäre, wenn es anders wär?

So stritten sie von früh bis spät,
ob gar nichts muss, ob alles geht
und fanden gar keine Ende mehr.

Und eigentlich haben, wolltest Du mich,
beziehungsweise
und eigentlich haben, wollte ich Dich.

Doch unsere Egos, die sahen nur sich
beziehungsweise
was sie für sich gehalten haben.

Und was wir zum Schluss bekamen,
waren haufenweise Stuss und Dramen.

© Reimund Vers

 

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Du liebst meine Liebe (Song)

Du wolltest es wissen
und ich hab´s Dir gestanden,
dass ich Dich liebe
und das schon sehr lang.

Du warst fasziniert
von meinen Gefühlen
Du hast Dich verschenkt
in manch einer Nacht.

Ich glaubte zu wissen,
Du hast mich verstanden
und stand dabei selber
neben der Bahn.

Ich hab´mich geniert,
wegen all´den Gefühlen
und war tief gekränkt
von all´ Deiner Macht.

(Refrain:) 
Du sonnst Dich in Liebe,

lässt Dich gerne erwärmen.
Du lässt Dich gern lieben
und liebkosen vom Licht.
Du liebst meine Liebe,
lässt Dich gerne umschwärmen.
Du liebst meine Liebe,
doch mich liebst Du nicht,
nee,  mich liebst Du nicht.

Du bist unersättlich,
Du bist hart im Nehmen,
Du nimmst immer alles
und fackelst nicht lang.

Angenehm soll es sein,
bequem wär´zu billig.
Ein Service nach Maß,
sonst bleibt oft nur Frust.

Du hast es gern einfach
und hast doch nur Probleme.
Und im Fall eines Falles
müssen andere ran.

Ich fall´ darauf rein.
Bei Dir bin ich willig,
bei Dir geb´ich Gas
und mein Treibstoff ist Lust.

(Refrain:
Du sonnst Dich…

Ich bin auferstanden,
kam aus ganz tiefen Wassern,
aus Meeren von Tränen
und aus tiefem Grund.

Ich kann wieder fliegen,
kann alles erreichen,
kann alles erträumen,
kann wieder an Land.

Hab´alles verstanden,
kann mich wieder fassen,
kann alles ersehnen,
bin wieder gesund.

Du kannst mich nicht kriegen,
kannst mich nie mehr erweichen,
Bin längst hinter Bäumen,
bin längst bei Verstand.

Du sonnst Dich in Liebe,
lässt Dich gerne erwärmen.
Du lässt Dich gern lieben
und liebkosen vom Licht.
Du liebst meine Liebe,
lässt Dich gerne umschwärmen.
Du liebst meine Liebe,
doch mich liebst Du nicht,
nee,  mich liebst Du nicht.
Nee, mich liebst Du nicht.

© Reimund Vers

Sich begehren

Lass sinnliche
Berührung spüren,
lass alle Sinne
Dich verführen
und Dich
in meiner Gier nach Dir
unendlich lang
im Jetzt und Hier
vor Lust vergehen,
ja schier verzehren.
Das nennt man dann,
sich zu begehren.

© Reimund Vers

So oft hast Du mich Herz gebrochen

Es klingelt und es schreckt mich sehr.
Ich springe auf und fliege.
Mein Herz, das fliegt mir hinterher,
die lange steile Stiege.

Um Dich ja nicht zu verpassen,
eilen wir die Stufen runter,
mein Herz und ich, und rufen munter:

„Wir werden Dich nicht warten lassen!
Sind sogleich da und öffnen Dir!“

Da steht ein Bote vor der Tür,
der so gar nichts von Dir hatte
und noch nicht mal von Dir wusste.

Mein Herz fällt vor mir auf die Matte
und schreit mich an, wie es mich hasste,
dass ich´s doch schließlich wissen musste,
dass ich Dich lange schon verpasste,
dass dies schon lange sei so wahr,
dass dies so lang schon Wahrheit war:

So oft sag ich, dass was nicht stimmt!
So oft hab ich es Dir erklärt!
So oft hab ich darauf gewettet:
Du setzt bestimmt auf´s falsche Pferd!
So oft hab ich es schon gerochen!
So oft hab ich mich nicht geirrt!
So oft hast Du mich schon versprochen
So oft warst Du total verwirrt!
So oft hast Du mich Herz gebrochen!

Es schreit mein Herz, die Seele weint,
nie wieder sind wir zwei vereint.
Viel lieber bleiben wir entzweit,
weil sonst mein Herz
mir nicht verzeiht.

© Reimund Vers

Ich, Du, Wir

Ich         lieb´ Dich so

Du         liebst mich so

Wir       lieben uns verschieden.

Das ist halt so

Drum lass es so

Ich bin ja so zufrieden

© Reimund Vers