Schlimme Zeiten

sind, wenn die Angst als Anstand daherkommt und den Zweifel verbietet;
wenn sich die Trauer bei Dir schon ein Zimmer anmietet
und sich die Hoffnung nicht mehr getraut, nach vorne zu schauen
und sich die Stille im Haus wie ein kalter Schauer anfühlt auf der Haut.

Wenn sich die Gedanken drehen und Dich immer wieder fragen:

„Wie viel Angst darf sein?
Wie viel Zweifel sind erlaubt?
Wie viel Hoffnung darf ich wagen?
Und tritt bald Gewissheit ein?
Was, wenn sie den Verstand mir raubt?
Wie viel kann ich noch ertragen?“

Wie gut!
Du.
So nahe, dass ich Deine Wärme von außen und von innen spür´.
Hab´ Mut!
Bleib´ hier!
Meine Tränen segnen das wohlige Schweigen von Dir.

In Deinen Armen kann ich atmen wie Du
und am liebsten würde ich sagen:

„So viel Angst darf‘ s bei Dir sein,
so viele Zweifel hast auch Du!
So viel Hoffnung willst du wagen!
Dann tritt bald Gewissheit ein
und der Verstand hat endlich Ruh´.
So viel kann ich durch Dich ertragen!“

Schlimme Zeiten,

sind, wenn die Angst als Anstand daherkommt und den Zweifel verbietet;
wenn sich die Trauer bei Dir schon ein Zimmer anmietet
und sich die Hoffnung nicht mehr getraut, nach vorne zu schauen
und sich die Stille im Haus wie ein kalter Schauer anfühlt auf der Haut.

Wie gut!
Du.
So nahe, dass ich Deine Wärme von außen und von innen spür´.
Hab´ Mut!
Bleib´ hier!
Meine Tränen segnen das wohlige Schweigen von Dir.

Deine Blicke sprechen Bände.
So warm ist Deine sanfte Hand.
Du glaubst, Du hältst bloß meine Hände,
Du hältst mich damit bei Verstand!

© Reimund Vers